Auf der Spur der Rehe

13. Februar 2016 - HA-Kuhlerkamp (tg) Das Familienzentrum Kuhlerkamp hatte zum Vormittag im Wald geladen und dazu Diplom-Biologe Tim Graumann als Kursleiter engagiert. Mit ihm zusammen machten sich zehn Familien auf Spurensuche.

Als kleine „Warmmachübung“ für die Augen sollten zunächst am Wegesrand nach grünen Blättern gesucht werden, die eine Besonderheit haben: kleine Stacheln oder Dornen. Die Kinder gingen mit großem Eifer an die Aufgabe heran, hatten bald zwei, drei Stechblättchen gefunden - und holten sich Pflückhilfe bei ihren Vätern und Müttern. Warum die Blätter von Brombeere oder Ilex so wehrhaft sind, fanden die kleinen Forscher dann aber selbst heraus: „Damit sie nicht gefressen werden!“

Nun waren die Augen also auf kleine Details justiert, weiter ging es seitlich des Weges. Die Blicke auf den Waldboden gerichtet wurde nun nach Spuren der Waldbewohner Ausschau gehalten. Und erste Erfolge ließen nicht lange auf sich warten: Kleine bräunliche Kügelchen, nach der kalten Nacht mit Raureif überzogen, weckten die Neugierde.

Ein paar Schritte weiter wurde dann eine vom Laub frei gefegte Stelle entdeckt, in einer deren Ecken gleich ein ganzer Haufen dieser Kügelchen lag. Diese allerdings ohne Frostrückstände. „Hier hat jemand heute Nacht geschlafen“, erklärte der Biologe den Teilnehmern, die nun natürlich rätselten, an wessen Bettchen sie da gerade standen.

Für die Kinder eine klare Sache: Hasen – oder doch Rehe, wie einige zaghaft in die Runde warfen? Ein genauer Blick auf die treffsicher als Küttel erkannten Kügelchen brachte die Lösung. „Seht ihr die Zipfel? Das verrät das Reh. Hasenlosung ist kugelrund und ohne solche Spitze“, klärte Tim Graumann schließlich auf.

Wer danach immer noch leichte Zweifel hatte, wurde bei der nächsten Kuhle überzeugt, denn dort waren eindeutige Hufabdrücke zu sehen. „Haben die nur zwei Zehen?“, wollte eines der Kinder angesichts der Form wissen. „Die haben vier Zehen, aber nur zwei berühren immer den Boden. Die laufen also praktisch wie eine Balletttänzerin auf Zehenspitzen“, hatte der Fachmann auch hier eine Erklärung parat.

Weiter ging es durch den Wald, und dabei wurde noch ein Spechtbaum untersucht und die Lieblingsspeise des Holzwurms erforscht (Pilze), die wiederum auf Zucker in Reinform stehen. Und natürlich auch noch eine große Wühlung einer Wildschweinrotte entdeckt.

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Mi., 28.09.2016
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