Entdeckungen entlang des Rehpfads

9. März 2016 - Hemer-Sundwig (tg) Wildschwein, Fuchs, Reh – klar, die Tiere des Waldes kennen die Kinder der evangelischen Kindertagesstätte „Kastaniennest“ aus dem Effeff. Aber gibt es auch Beweise, dass sich diese im nahen Wald tatsächlich aufhalten? Zusammen mit Diplom-Biologe Tim Graumann ging es auf Spurensuche.

„Wonach suchen wir denn jetzt eigentlich genau?“, fragte der Biologe zunächst in die 18-köpfige Runde, um den Nachwuchsforschern dann zu erklären, dass es mehr gibt, als nur die Pfotenabdrücke. „Die sind auf Laubboden sogar ausgesprochen selten zu finden. Viel häufiger finden wir Kot, Federn oder Fraßspuren. Auch Knochen sind gar nicht so selten.“

Nach der kurzen Einführung wussten die Jungs und Mädels nun, wonach sie Ausschau halten sollten – und verteilten sich in kleinen Gruppen im Wald. Es dauerte dann auch gar nicht so lange, bis die ersten Funde gemacht wurden. An einer Stelle hatte offensichtlich jemand herumgewühlt, anderswo war ein richtiger kleiner Weg ins Unterholz zu erkennen und an dritter Stelle lagen lauter kleine, schwarze Böhnchen.

„Das gehört alles zusammen. Was meint ihr, wer war hier unterwegs?“, ließ Tim Graumann die Kinder erst einmal selbst grübeln, auf wessen Fährte sie sich hier begeben hatten. „Könnte ein Wildschwein gewesen sein, die buddeln gerne!“ – „Die Abdrücke sind aber vom Reh!“ – „Die Küttel aber vom Hasen?!“

Gar nicht so einfach, drei Spuren, drei mögliche Verursacher – aber nur einer konnte es sein. „Es waren Rehe“, erklärte der Fachmann dann geduldig. Auch die scharren mit ihren Hufen nach leckeren Wurzeln, die Hufabdrücke passten dazu perfekt. Und auch der Kot – wenn auch klein – war ein klares Indiz.

Nun wurde dem Rehwechsel gefolgt, und auf dem Weg rechts und links weitere Entdeckungen gemacht. So wurden Spuren von Wildschweinen (mit wesentlich größeren Wühlarbeiten), Spechten (zerklopfte Altbäume) und Raubvögeln (eine Rupfung) gefunden.

Zu jedem Fund machte der Experte einige interessante Erklärung, wobei die Pfiffigkeit des Spechtes beim Auffinden der leckeren Holzwürmer die Kinder am meisten in den Bann zog. Wohl auch, weil sie es an einem dicken Buchenstamm selbst einmal ausprobieren konnten – und tatsächlich das Knabbern des Holzwurmes hörten!

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September

Alte Früchte neu entdecken

Mi., 28.09.2016
17.30 - 19.45 Uhr
VHS Iserlohn
Treffpunkt: Seilerseebad

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