Frosch schlägt Mensch – um Längen

23. April 2016 - Iserlohn (tg) Eine professionelle Bachuntersuchung im Stadtwald ermöglichte der AWo-Kindergarten Dürerstraße Eltern und Kindern durch das Engagement vom Diplom-Biologe Tim Graumann als Kursleiter. Vier Familien wagten trotz des kühlen Wetters den Sprung ins kalte Wasser.

Kleine Kescher, Pinsel und eine Becherlupe – die Ausrüstung war zwar recht überschaubar, erfüllte jedoch, wie sich rasch zeigte, durchaus ihren Zweck. Es dauerte gar nicht lange, da tummelten sich schon die ersten kleinen Bachflohkrebse und Eintagsfliegenlarven in der Schauwanne – und es kamen immer mehr große und kleine Tierchen hinzu.

Der erste Höhepunkt versteckte sich dann unter einen großen Stein mitten im Bachlauf: Ein stattlicher Grasfrosch hatte dort Unterschlupf gesucht – war von den aufmerksamen Kindern jedoch entdeckt worden. Fachmännisch nahm Tim Graumann das große Amphibium in die behandschuhten Hände, um dann erst einmal zu erklären, warum Frosch, Kröte und Molch nicht mit bloßen Händen angefasst werden sollten und mahnte: „Ihre dünne Haut, die sie zum Atmen unter Wasser braucht, kann sonst Schaden nehmen!“

Dann aber wurde der Frosch genauestens untersucht, vor allem die langen Beine fielen Jung und Alt ins Auge. Wofür die gut sind, machte „Quaks“ umgehend vor, als er wieder seiner Wege gehen durfte: Mit einem einzigen weiten Sprung verschwand er im nahen Gebüsch.

„Wer kann wohl weiter hüpfen: Ihr oder der Frosch?“, fragte der Biologe herausfordernd in die Runde – und die Kinder nahmen den Zweikampf jauchzend an. Zunächst sehr siegesgewiss, stellten sie sich an einer in den Boden gezogenen Startlinie auf, gingen in die Hocke und machten einen großen Satz nach vorne. Auch die Landestelle wurde markiert, wobei sich zeigte: „Es ist ziemlich genau eure Körperlänge!“

Dann waren die Eltern an der Reihe, mit demselben Ergebnis. Der Frosch – und dies veranschaulichte der Biologe nun mittels Abschreiten – würde bei der Größe der Kids von etwa 1,30 Metern gut 13 Meter weit springen. „Der schafft etwa das 10fache seiner Größe.“

Nach diesem sportlichen Intermezzo, welches das kleine Tier klar gewonnen hatte, ging es wieder an den Bach, um nach gut einer Stunde dann einmal Revue passieren zu lassen. Neben den Larven von Stein-, Köcher- und Eintagsfliege, waren auch einige ausgewachsene Vertreter dieser Insekten gefunden worden. Dazu tummelten sich Plattwürmer, kleine Schnecken, Bachflohkrebse und einige Salamanderlarven in der weißen Wanne. Unter einem Baumstamm war zudem ein stattlicher ausgewachsener „Feuermolch“ entdeckt worden.

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