Natürlich bunte Ostereier

12. März 2016 - Hemer (tg) Ostereier einmal anders färben wollten acht Familien, die sich auf Einladung der AWO-Familienbildung Hemer von Diplom-Biologe Tim Graumann zeigen ließen, welche natürlichen Alternativen es hierfür gibt.

„Pflanzen zum Färben findet man praktisch überall“, führte der Fachmann schon am Treffpunkt aus und deutete auf den nur wenige Meter entfernten, üppigen Bestand von Huflattich: „Das ist zwar eine Heilpflanze gegen Hustenerkrankungen, aber der Sud ergibt auch eine gelb-braune Farbe.“

Und auch der nächste „Farbtopf“ war nicht weit entfernt: Brennnesseln, die ein sattes Gelbgrün ergeben. „Nur Vorsicht beim Pflücken…“, so der Biologe, der auch hierbei zwei Fliegen mit einer Klappe zu erwischen wusste, denn das ausgekochte Kraut lässt sich als Gemüse in der Küche komplett verwerten.

Insgesamt zwei Stunden wanderte die Gruppe weiter über den Duloh und erhielt noch etliche weitere Tipps, wie die Ostereier ein farbiges Gewand erhalten können. Birkenrinde und -blätter, wilde Möhren, Efeu („Der ist aber giftig, also besser nur Schalen färben!“) und vieles mehr landete in den Sammeltaschen, um zu Hause dann eifrig zu testen.

Natürlich erklärte Tim Graumann auch genau, wie die Farbe aus den Pflanzen auf die Eier kommt. Während, Material zur Erzeugung von Gelb-, Grün- und auch Rottönen auch im zeitigen Frühjahr schnell zu finden ist, bedarf es für blaue oder violette Farben einer Vorplanung im Spätsommer. „Dann sind Holunder und Blaubee-ren reif, die einzigen heimischen Quellen in unseren Breiten.“ Den Sud vorkochen und lagern, bis der Osterhase wieder in Aktion tritt. Oder – etwas einfacher – mit Rotkohl oder Roter Bete ein wenig „mogeln“…

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September

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Mi., 28.09.2016
17.30 - 19.45 Uhr
VHS Iserlohn
Treffpunkt: Seilerseebad

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