Tschilp, tschiep, piieep

13. April 2016 - Hemer-Sundwig (tg) Auf in die Natur hieß es wieder für die Kinder der evangelischen Kindertagesstätte „Kastaniennest“, die dieses Mal mit Diplom-Biologe Tim Graumann in die Lebenswelt der heimischen Singvögel eintauchten.

Auf ihrem Weg in den Wald gab es aber zunächst einmal eine andere spannende Beobachtung zumachen. „Bleibt bitte alle mal stehen und seid ganz leise“, bat der Biologe unvermittelt – und sorgte für große Spannung. Dann wies er mit seiner Hand in Richtung einiger Obstbäume und fragte: „Könnt ihr sehen, wer da zu uns rüber schaut?“ Einige Rehe hatten sich in der morgendlichen Ruhe an den Ortsrand gewagt, uns lugten nun aufmerksam in Richtung der Kinderschar. Wer beobachtete nun gerade wen mit der größeren Neugierde?

Als die Kinder kurze Zeit später den Waldrand erreicht hatten, durften sie sich auf der Wiese erst einmal ein wenig in die Sonne legen, sollten dabei aber ihre Ohren weit aufsperren. „Die Vögel singen aber schön…“, befanden schließlich alle, und wollten natürlich nun auch wissen, wer denn da gerade für so angenehme Unterhaltung sorgte.

Amseln, Buchfinken, Blau- und Kohlmeisen, Kleiber und hier und da ein kecker Grünspecht waren gut herauszuhören. Dazu sicherlich noch ein gutes Dutzend weiterer Meistersänger, doch Tim Graumann wollte es den Jungforschern nicht zu unübersichtlich machen. Mit einem kleinen Spielchen wurden nun die bekannten Vögel erlernt, um dann gemeinsam zu besprechen, warum die Vögel in jedem Frühling so ein schönes Konzert auffüh-ren.

„Die Männchen singen, um einen Partner zu finden“, erklärte der Fachmann: „Und dann…?“ – „… dann bauen sie ein Nest und legen Eier hinein!“, wussten die Kinder. Und genau dies war ihre nächste Aufgabe: Ein Nest zu bauen, wozu die Gruppe in vier Vogelfamilien aufgeteilt wurde. „Gar nicht so einfach“, stellten sie rasch fest, um genauso verblüfft zu erkennen: „Und das machen die Vögel alles mit dem Schnabel!!!“

Nachdem schließlich die Nester fertig waren (und die Küken ausgeschlüpft), galt es für die vier Familien, den Nachwuchs bei einem Aktionsspiel mit Würmern zu füttern. Im Wechsel „flogen“ die Eltern nun los, um an einer Sammelstelle immer einen bunten Stock aufzuheben und ins Nest zu bringen. „Die haben aber ein ganz schön anstrengendes Leben“, befanden die Kinder, nachdem alle „Würmer“ aufgefuttert waren.
 

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September

Alte Früchte neu entdecken

Mi., 28.09.2016
17.30 - 19.45 Uhr
VHS Iserlohn
Treffpunkt: Seilerseebad

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