Was Wasser alles kann!

14. April 2016 - Schwerte-Ost (tg) Wasser ist ein sehr wunderlicher Stoff, mit dem sich allerhand staunenswerte Experimente machen lassen. Genau dies taten 17 Kinder der Kindertagesstätte „Tausendfüßler“ an zwei spannenden Vormittagen gemeinsam mit Diplom-Biologe Tim Graumann.

Nachdem die Kinder dem Fachmann zunächst einmal erzählt hatten, was sie alles über Wasser wissen, griff dieser in seine Experimentebox und baute den ersten Versuch auf. Über einer Schale wurde ein Becher mit Wasser gefüllt, darauf eine Pappe gelegt und dann gestürzt. „Was passiert, wenn ich meine Hand jetzt unter der Pappe wegnehme?“, war die spannende Frage an die Nachwuchsforscher. „Dann klatscht das Wasser raus!“, kam es im Chor zurück. Also ausprobiert – und die Pappe blieb wie von Zauberhand am Becher „kleben“, ohne dass Wasser herausplätscherte.

„Wie geht denn das…!?“, kam prompt die Frage nach der Lösung dieses ersten Rätsels, das Tim Graumann natürlich gerne erklärte – und dann die Kinder es einmal selbst ausprobieren ließ. „Das zeige ich zu Hause meinen Eltern!“, nahmen sich einige der Kids fest vor.

Im weiteren Verlauf des ersten Experimentiertages wurde dann noch ein Ball aus einem Wasserbecher springen gelassen, konzentriert versucht, eine Münze in unter Wasser befindlichen einen Eierbecher zu werfen und mit einer Kerze ein umgestülptes Glas mit Wasser gefüllt – und anschließend gemeinsam eine Erklärung für die beobachteten Phänomene gesucht.

Am zweiten Tag wurde der Experte folgerichtig schon mit großer Vorfreude auf die neuen Versuche empfangen, wobei er zunächst einen „Verschwindezauber“ vorführte. In einem halben Liter warmem Wasser lösten sich fast 200 g Salz buchstäblich in Luft auf. „Das ist jetzt weg, oder?“, fragte der Naturwissenschaftler die Kinder, die sich dieser Meinung erst einmal kopfnickend anschlossen.

Nun kam ein Ei ins Spiel, dass auf seine Schwimmfähigkeit getestet wurde, aber keine eindeutige Antwort gefunden: In dem einen Becherglas ging es unter, im anderen schwamm es an der Oberfläche. Aber die Kinder hatten aufgepasst und den Trick durchschaut: „In dem zweiten Glas ist doch das Salzwasser.“ Dass dieses tatsächlich dichter/schwerer ist, als das Leitungswasser, und deshalb das Ei darin wie auf einem unsichtbaren Kissen schwebt, zeigte sich dann, als der Fachmann vorsichtig grün gefärbtes Süßwasser in das Glas füllte und sich eine klare Trennlinie ergab.

Zwischenzeitlich waren die zahlreichen Tropfen Salzwassers auf dem Tisch im Sonnenlicht getrocknet und hatten weiß glitzernde Flecken hinterlassen, womit zugleich klar war, dass das gelöste Salz sich im Wasser nur versteckt hatte.

Mit Salz und Wasser, besonders wenn dieses gefroren ist, lässt sich aber noch mehr anstellen: Etwa Eiswürfel angeln, was den Kindern einen Heidenspaß bereitete. Und auch die löchrige Zauberflasche sorgte für großes Staunen bei den jungen „Tausendfüßlern“, die sich schließlich mit einem Applaus von ihrem Experimentator verabschiedeten.

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