Wasserexperimente für junge Forscher

24. Februar 2016 - Hemer-Sundwig (tg) Einen Forschervormittag zum Thema Wasser und Luft gab es in der evangelischen Kindertagesstätte „Kastaniennest“ unter der fachkundigen Anleitung von Diplom-Biologe Tim Graumann.

„Luft oder Wasser – wer ist ‚stärker‘?“ – „Kann eine Büroklammer schwimmen?“ – „Was passiert mit einer leeren Plastikflasche im Kühlschrank?“ waren einige der Fragen, nach deren Antworten die Kinder mit Hilfe von sechs Experimenten suchten.

Für den Einstieg in das Thema sorgte „Saskia“, die blaue Plastik-Wasserflasche, um die herum sich die Kinder erst einmal setzten. „Was ist da jetzt drin?“, fragte der Biologe die Jungforscher, die zunächst einmal spontan meinten: „Natürlich nix!“ Nachdem sie aber ein wenig nachgedacht hatten, schlussfolgerten sie richtig: „Natürlich Luft!“ Die kann zwar nicht gefangen werden, ist aber keinesfalls „nix“ – und hat deshalb auch Einfluss auf die Flasche. Welchen genau, erforschten die Kids, indem sie die leere, fest verschlossene Flasche erst eine Vier-telstunde auf die Heizung, dann für 30 Minuten in den Kühlschrank legten.

Um währenddessen nicht warten zu müssen, gab es an vier Stationen fünf weitere Versuche: An Tisch A galt es, zum einen überaus störrischen Büroklammern das Schwimmen beizubringen und einen dann 1-Cent-Münzen in einem Eierbecher zu werfen, der am Grund einer großen, mit Wasser gefüllten Glasflasche stand. „Ganz schön kniffelig“, meinten die Kids, die beide Aufgaben jedoch letztlich erfüllten.

Etwas einfacher, dafür mit großem Spaßfaktor, war es, einen mit einem Pappdeckel abgedeckten Plastikbecher umzudrehen und dann die Hand von der nun unterseits befindlichen Pappe zu nehmen, ohne dass das Wasser aus dem Becher herausstürzte. „Juchu, ich hab‘s geschafft“, lautete der Triumphruf aller 18 Experimenteure, sobald der Bechersturz funktionierte.

Eine harte Nuss dagegen war die kleine Plastikflasche am dritten Tisch. Die Aufgabe – „Füllt die Flasche mit Wasser!“ – schien einfach, hatte aber eine versteckte Tücke: Kurz über dem Boden des Gefäßes waren fünf Löcher in die Wand gestochen. Und aus denen plätscherte das kühle Nass munter aus der Flasche heraus.

„Die Lösung ist ganz einfach“, schmunzelte Tim Graumann angesichts der vielen kreativen Versuche der Kinder, das Wasser in der Flasche zu behalten. Als Tipp gab er den einzelnen Gruppen schließlich den zumeist nicht beachteten Deckel in die Hand. Und dann war des Rätsels Lösung stets sofort gefunden.

Bunt zu ging es am letzten Tisch, dessen Experiment ein kleiner Bonus war: Auf Filterpapier wurde mit Filzstiften je ein schwarzer, ein brauner und ein pinker Fleck gemacht, der dann mit Wasser betröpfelt wurde. Schon nach wenigen Augenblicken war zu sehen, dass in Schwarz und Braun viele andere Farben versteckt waren, nur pink (Magenta) war tatsächlich einfarbig.

Bevor der Fachmann in einer Abschlussrunde die Phänomene von Bechersturz, gelöcherter Flasche, schwimmender Büroklammer und Eierbecher-Versuch altersgerecht erklärte, wurde noch die kalt gestellte Flasche wieder in den Raum geholt. „Die ist ja ganz eingedellt“, stellten die Kinder fest, hatten dies aber teils schon geahnt, als die Flasche in den Kühlschrank gebracht wurde. Und natürlich erläuterte Tim Graumann auch, wie dieser Effekt zustande kommt.

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