Wöchentliche Naturwerkstatt für Ihmerts Vorschulkids

20. Mai 2016 - Hemer-Ihmert (tg) Freitagmorgens heißt es seit März für die Vorschulkinder der städtischen Kindertagesstätte „Sternenburg“ in Ihmert „Auf in die Natur“. In ihrer Naturwerkstatt wird unter der Anleitung von Diplom-Biologe Tim Graumann so manchem Geheimnis auf die Schliche gegangen.

Der Startschuss fiel am 4. März mit einem gemeinsamen Kennenlernspaziergang, bei dem die Jungen und Mädchen den Fachmann eine Menge Fragen stellten, aber auch von ihren bisherigen Erlebnissen in Wald und Natur erzählten. Und mit einem gelb-glibberigen Pilz eine interessante Kuriosität entdeckten.

Seitdem treffen sich die Jungforscher mit ihrem Experten wöchentlich, stets wird ein anderes Thema bearbeitet. So begab sich die Gruppe bereits auf ausgiebige Spurensuche im Wald, bei der großflächige Wildschwein-Wühlungen ebenso untersucht wurden wie kleine schwarze Küttel (vom Reh). Dazu erklärte Tim Graumann den Kids anhand einer Rehfährte, dass Paarhufer auf Zehenspitzen durch den Wald laufen. Auch die Anwesenheit von Eichhörnchen wurde zweifelsfrei nachgewiesen …

Unterhaltsam war die Erforschung der heimischen Vogelwelt im Frühling. Mithilfe eines MP3-Stiftes wurden Buchfink und Kleiber angelockt, dazu die Balzgesänge von Blaumeise, Kohlmeise, Amsel und Rotkehlchen gelernt. Danach versuchten sich die Kinder gemeinsam am Bau mehrerer Vogelnester – um zu erkennen, dass die gefiederten Tiere mit ihrem Schnabel weitaus geschickter sind, als die Kids mit ihren Händen.

Auf den Geschmack kamen die neugierigen Kids schließlich nach den Osterferien, als sie erst gemeinsam auf der angrenzenden Wiese nach frischen Kräutern suchten (Brennnessel, Gänseblümchen, Sauerampfer, Wiesenschaumkraut, Spitzwegerich, Klee, Löwenzahn, Gundermann und Labkraut), um daraus dann einen leckeren Kräuterquark zu machen. Davor wurden jedoch alle Zutaten noch separat verköstigt und dabei so mancher neuer Geschmack erkundet.

Auch eine Bachuntersuchung stand schon auf dem Programm, bei der vom großen Frosch bis hin zum kleinen Bachflohkrebs so allerhand tierisches in der Schauwanne betrachtet. Der kleine Bach entpuppte sich dabei als Kindergarten der Natur, in dem Köcherfliegen, Steinfliegen, Eintagsfliegen, Schnaken und auch Salamander ihre Kinderstube haben. Aber mit Strudelwürmen auch echte „Urtiere“ ein Zuhause haben.

Spielerisch gingen die Kinder schließlich der Frage nach, wie Fledermäuse in der Dunkelheit ihre Beute finden und es zudem schaffen, im rasanten Flug nicht mit Bäumen oder Häusern zu kollidieren. „Die sehen nachts nicht besser als wir, aber sie haben einen Trick: Das Echo ihrer für uns unhörbaren Rufe verrät ihnen, war ihnen im Weg steht sowie ob es leckere, dicke Nachtfalter sind“, erklärte Tim Graumann - und forderte mit Augenbinden zum Selbstversuch auf.

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September

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Mi., 28.09.2016
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VHS Iserlohn
Treffpunkt: Seilerseebad

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